Suche
  • nagel23

Bei fortgeschrittenen Nierenerkrankungen auch das Herz nicht vergessen

Das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist der Hauptgrund für Verschlechterung des Allgemeinzustandes und die erhöhte Sterblichkeit bei Patienten mit einer chronischen Nierenerkrankung. Je schlechter die Nierenfunktion, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung einer koronaren Herzerkrankung, insbesondere unterhalb einer glomerulären Filtrationsrate von 60 - 75 ml/min KOF. Dies betrifft die Stadien G3a bis 4 der Niereninsuffizienz. Besonders Beachtung findet die Tatsache, dass nur 44% der Patienten in diesem Stadium einen akuten Myokardinfarkt mit den typischen Symptomen von Schmerzen im Brustkorb, Schulter oder Arm berichten. Eine nicht invasive diagnostische Möglichkeit zur Risikostratifizierung dieser Patienten besteht in der Durchführung der Myokardperfusionssintigrafie SPECT. Bei dieser Untersuchung können mit Hilfe einer entweder ergometrischen oder pharmakologischen Belastung im Vergleich mit der Perfusionsmessung unter Ruhebdingungen therapierelevante Durchblutungsstörungen des linken Ventrikels erkannt werden. Bei abnormaler SPECT ist das Sterberisiko bei Patienten mit einer Niereninsuffizienz nahezu verdoppelt. Damit können mit dieser nicht invasiven Methode die wichtigsten unerwünschten kardiovaskulären Ereignisse sehr gut vorhergesagt werden.

https://doi.org/10.1016/j.jacc.2019.08.1017

41 Ansichten

030 47472274

Mendelstraße 19, 13187 Berlin, Germany

©2019 Praxis für Nuklearmedizin. Erstellt mit Wix.com